Aktivierungshilfen für junge Flüchtlinge
Das Projekt „Aktivierungshilfen für junge Flüchtlinge“ unterstützt junge Geflüchtete/Migrant*innen dabei, sich im deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu orientieren und eine realistische berufliche Perspektive zu entwickeln. In sechs bis acht Monaten lernen die Teilnehmenden ihre persönlichen Stärken und Interessen kennen, erhalten Informationen zu Ausbildung, Beschäftigung und verschiedenen Berufsfeldern und werden schrittweise an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt herangeführt. Dabei werden bestehende Hemmnisse, insbesondere in den Bereichen Sprache, Berufswahl und Bewerbung, gezielt abgebaut. Ergänzend werden berufsbezogene Deutschkenntnisse und digitale Grundkompetenzen vermittelt sowie Unterstützung bei Bewerbungen und gegebenenfalls bei der Anerkennung von Abschlüssen angeboten. In einer betrieblichen Praxisphase können die Teilnehmenden verschiedene Berufsfelder kennenlernen und praktische Erfahrungen sammeln. Eine individuelle Begleitung durch Jobcoach, Sozialpädagogik und Sprachförderung unterstützt die Teilnehmenden bei ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung. Ziel ist vorrangig die Aufnahme einer Ausbildung, alternativ einer Qualifizierung oder Beschäftigung.
Zielgruppe
Zur Zielgruppe gehören insbesondere junge Menschen unter 35 Jahren, die perspektivisch eine berufliche Ausbildung anstreben
- Asylbewerberinnen/Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang,
- Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge sind,
- Ausländerinnen/Ausländer, die im Rahmen des Familiennachzuges nach Deutschland gekommen sind und eine Aufenthaltserlaubnis nach § 27 Abs. 5 AufenthG besitzen,
- Migrantinnen und Migranten, die aufgrund ihrer persönlichen Situation [bspw. Fluchthintergrund, fehlende Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem, fehlende Motivation zur Aufnahme einer Ausbildung in einem unbekannten Ausbildungssystem] Hemmnisse aufweisen bzw. aufgrund sozialer Eingewöhnungsschwierigkeiten in einem fremden soziokulturellen Umfeld der besonderen Unterstützung bedürfen, um sie für eine Ausbildung und/oder für berufliche Qualifizierung zu motivieren und schrittweise an den Ausbildungsmarkt heranzuführen,
- die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben,
- über keine berufliche – in Deutschland anerkannte - Erstausbildung verfügen,
- über keine bzw. geringe berufliche Erfahrung verfügen,
- über Sprachkenntnisse verfügen, die es zulassen, den Inhalten der Maßnahme zu folgen und
- wegen der in ihrer Person liegenden Gründe ohne diese Förderung nicht bzw. noch nicht eingegliedert werden können.
Ziele
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Heranführung an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem
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Kennenlernen der Rahmenbedingungen und Anforderungen in verschiedenen Ausbildungen und Berufsfeldern und der Arbeitswelt allgemein, unter Vermittlung der für eine berufliche Eingliederung notwendigen berufsbezogenen Sprachkenntnisse
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Berufsorientierung, betriebliche Praktika und ggf. Ausbildungsaufnahme
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Vermittlung/Erweiterung berufsbezogener Sprachkenntnisse
Inhalte & Leistungen
Phase 1 | Einstiegsphase
- Standortbestimmung
- Kompetenzfeststellung
- berufsbezogene Sprachförderung
Phase 2 | Kontinuierliche Inhalte | Betriebliche Phasen
- Heranführung an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem
- Allgemeiner Grundlagenbereich
- Vermittlung und Erweiterung berufsbezogener Sprachkenntnisse
- Bewerbungstraining und Jobcoaching
- Informationen zu Sucht- und Schuldenprävention
- Sozialpädagogische Begleitung, Elternarbeit
- Informationen über die Grundlagen gesunder Lebensführung
- Grundlagen gesunder Lebensführung
- Schlüsselkompetenztraining
- betriebliche Praktika von 3x2 Wochen
- Vermittlung und Stabilisierung
Dauer & Verlauf
Der Einstieg ist individuell möglich. Die Zuweisungsdauer beträgt 6-8 Monate. Das Projekt Aktivierungshilfen für junge Flüchtlinge wird am Standort Friedberg in Kombination mit dem Programm "Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus [BQS+]" durchgeführt.
Förderung
Die Förderung erfolgt durch das Jobcenter Wetterau.
Kontakt
Antonia-Laura Silva
Koordinatorin
Bahnhofstraße 46-48
63654 Büdingen
Mobiltelefon: 0151 14610986
E-Mail:
Antonia-Laura Silva
Koordinatorin
Bahnhofstraße 46-48
63654 Büdingen
Mobiltelefon: 0151 14610986
E-Mail:
Hülya Es
Pfingstweide 49
61169 Friedberg
Telefon: 06031 161995-819
Fax: 06031 161995-4
E-Mail: