PUSCH. Packen wir’s! Projektprüfung mit Herz, Hand und Köpfchen

Rüsselsheim | Am 16.01.2026 ging es an der Johannes-Gutenberg-Schule in Gernsheim richtig los: Start der Projektprüfung im Hauptschulabschluss. In den folgenden Tagen wurde geplant, gebaut, ausprobiert und dokumentiert – in Klassenräumen, im PC-Raum und überall dort, wo man konzentriert arbeiten konnte. Eigenständiges Arbeiten, Teamgeist und Durchhaltevermögen standen im Mittelpunkt.

Die PUSCH-Klasse überzeugte mit starken Projekten: Eine selbst gebaute Seifenkiste und Sitzmöbel aus Paletten zeigten eindrucksvoll, wie viel handwerkliches Können, Verantwortung und Engagement in unseren Jugendlichen steckt. In der dritten Gruppe entstand ein Gaming-Stuhl. Es ging nicht nur um technisches Denken, sondern auch um Kreativität und Zusammenarbeit oder aber um praktische, nachhaltige Projekte, die zeigen, wie auch für Schule oder eigene Wohnung sinnvoll gestaltet werden kann. Hier wurde mit viel Engagement, handwerklichem Geschick und echten Ideen gearbeitet.

Der Höhepunkt folgte am Donnerstag, den 22.01.2026: Bei der Präsentation zeigten die Schülerinnen und Schüler, was sie in den vergangenen Tagen erarbeitet haben. Dabei ging es weniger um Perfektion, sondern darum, den eigenen Weg, die Zusammenarbeit im Team und die Ergebnisse überzeugend darzustellen.

PUSCH schnuppert Handwerk – hautnah!

Kurz nach ihrer Projektprüfung ging es für die PUSCH-Klasse direkt zum Berufsbildungs- und Technologiezentrum Weiterstadt der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. Frau Koch aus der Fachkräftesicherung begrüßte die Gruppe und führte sie durch den Tag.

Los ging es bei Herrn Christmann, Dachdeckermeister und Ausbilder. Er erklärte, wie die Ausbildung zum Dachdecker abläuft und was es mit der „Königsdisziplin“ der Gesellenprüfung auf sich hat: ein achtstündiges Eindecken eines Schieferdaches. Besonders spannend für die Klasse: Sie durften selbst Hand anlegen und unter Anleitung von Herrn Christmann eine Schieferplatte zuschneiden. So wurde das theoretische Wissen direkt praktisch erlebt – und es zeigte sich schnell, dass Präzision und Konzentration beim Dachdecken wirklich wichtig sind.

Weiter ging es in den Metallbau zu Herrn Diefenbach. Er zeigte, dass Auszubildende dort gleich zu Beginn ihr handwerkliches Können unter Beweis stellen müssen: Sie bauen eine Werkzeugkiste aus verschiedenen Metallen – und werden dafür benotet! Außerdem lernten die PUSCH-Schüler und -Schülerinnen, dass Metallbau alles andere als eintönig ist: Türen, Fenster, Nutzfahrzeuge, Hallen oder sogar Flugzeuge – alles ist möglich.

Zum Abschluss stand die Friseurausbildung auf dem Programm. Schon im ersten Lehrjahr üben die Azubis an Puppen das Schneiden von Spitzen und Föhnen. Später kommen Dauerwellen dazu – die sind gerade wieder voll im Trend, sogar bei Jungs!

pushcon

Der Besuch hat den Schülerinnen und Schülern klar gezeigt: Handwerk ist alles andere als langweilig – es ist vielseitig, kreativ und richtig spannend! Nach der Projektprüfung war das genau der richtige nächste Schritt, um die eigene Neugier auf Berufe zu wecken und praktisch auszuprobieren. Ein perfekter Tag, um Stärken auszuprobieren und neue Berufe kennenzulernen!

PUSCH ist eine Maßnahme des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen und richtet sich an Schüler/innen, die diesbezüglich optimal gefördert werden können. Durch die Kombination aus theoretischem Unterricht und Praxiseinheiten, werden schulische Abschlüsse gesichert und berufliche Perspektiven eröffnet.

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