PUSCH an der August-Bebel-Gesamtschule Wetzlar blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück
Wetzlar | Auch im Schuljahr 2025/26 konnte das PUSCH-Projekt an der August-Bebel-Gesamtschule Wetzlar zeigen, wie individuelle Förderung, praxisnahes Lernen und verlässliche Begleitung Jugendlichen konkrete Perspektiven eröffnen können.
Besonders erfreulich fällt die Abschlussbilanz des PUSCH-Jahres aus: Alle 13 Schülerinnen und Schüler erreichten einen Schulabschluss, davon neun den qualifizierenden Hauptschulabschluss und vier den Hauptschulabschluss. Zwei Teilnehmende konnten darüber hinaus bereits den direkten Übergang in eine handwerkliche Ausbildung realisieren. Dieses Ergebnis macht deutlich, dass das PUSCH-Projekt nicht nur schulische Abschlüsse ermöglicht, sondern auch tragfähige Übergänge in Ausbildung und Beruf vorbereitet.
Ein zentraler Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Klassenleitung, PUSCH-Coach, Eltern und außerschulischen Partnern. Die Schülerinnen und Schüler wurden über das Schuljahr hinweg individuell begleitet, unterstützt und ermutigt, eigene Stärken wahrzunehmen und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Neben der schulischen Förderung standen dabei Persönlichkeitsentwicklung, Berufsorientierung, soziale Kompetenzen und Selbstvertrauen im Mittelpunkt.
Bereits zu Beginn des Schuljahres standen die PUSCH-Thementage im Zeichen von Gemeinschaft und Zukunftsorientierung. Bei einem Geocache im Matrix-Stil durch Wetzlar konnte die Klasse als Team zusammenwachsen. Anschließend beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema „PUSCH – Meine Zukunft“ und lernten unter anderem die Medienbox „Mein erster Tag“ kennen, die authentische Einblicke in verschiedene Berufsfelder ermöglicht.
Auch Medienbildung und Technik spielten im Schuljahr eine wichtige Rolle. Im Medienzentrum Lahn-Dill programmierten die Schülerinnen und Schüler Drohnen, arbeiteten mit LEGO-Education-Modellen und setzten sich mit einem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien auseinander. Im Robotikum Herborn erhielten sie weitere Einblicke in Robotik und künstliche Intelligenz. In Kleingruppen programmierten sie humanoide Roboter und beschäftigten sich mit Chancen und Herausforderungen moderner Technologien.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Demokratiebildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Bei der Rathausrallye in Wetzlar erkundeten die Schülerinnen und Schüler kommunale Entscheidungsprozesse und kamen mit Oberbürgermeister Manfred Wagner ins Gespräch. Beim Besuch des Hessischen Landtags in Wiesbaden konnten sie politische Debatten unmittelbar erleben und anschließend mit dem Landtagsabgeordneten Maximilian Ziegler diskutieren. Dabei wurden Themen wie Handyverbote an Schulen und Altersgrenzen für Social Media lebhaft besprochen. Die Jugendlichen konnten eigene Fragen stellen, Positionen entwickeln und Demokratie als gelebten Dialog erfahren.
Auch die Berufsorientierung wurde durch konkrete Praxiserfahrungen gestärkt. Im Leitz-Park Wetzlar erhielt die Klasse Einblicke in die Welt von Leica und lernte unterschiedliche technische, kaufmännische und kreative Berufsfelder kennen. Ein besonderer Höhepunkt war außerdem der Besuch der Veranstaltung „Handwerk live“ im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Lahn-Dill. Dort konnten die Jugendlichen verschiedene Handwerksberufe praktisch ausprobieren: Sie klopften Schieferherzen, stellten eine Metallrose her, testeten einen Fahrsimulator, nahmen an einem Reifenwechselwettbewerb teil und lernten Angebote aus dem Friseurhandwerk kennen.
Gerade das eigenständige Ausprobieren machte deutlich, wie abwechslungsreich, modern und anspruchsvoll handwerkliche Berufe sind. Die Schülerinnen und Schüler erlebten, dass Handwerk nicht nur körperliches Geschick verlangt, sondern auch Genauigkeit, Kreativität, Konzentration, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit.
Das Schuljahr 2025/26 zeigt damit exemplarisch, welchen Beitrag PUSCH für Jugendliche am Übergang von Schule und Beruf leisten kann. Die Verbindung aus schulischer Förderung, Persönlichkeitsstärkung, Demokratiebildung und praktischer Berufsorientierung eröffnete den Jugendlichen Orientierung, Motivation und konkrete Zukunftsperspektiven.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen des PUSCH-Jahres beigetragen haben: dem Kollegium der August-Bebel-Gesamtschule, der Klassenleitung, den Eltern und Erziehungsberechtigten, den beteiligten Betrieben, Institutionen, Innungen, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie allen außerschulischen Partnern.
Besonderer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern selbst. Sie haben sich auf neue Erfahrungen eingelassen, Herausforderungen angenommen und wichtige Schritte in Richtung Zukunft gemacht.

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