Gemeinsame Pressemitteilung der hessischen Kommunalen Jobcenter 20.04.2026

Frauen stärken – Wirtschaft stärken: Erwerbsarbeit stärken!

Erwerbspotenziale von Frauen im Fokus: 8. Arbeitsmarktpolitischer Impuls in Groß-Gerau

Wie kann die hessische Wirtschaft angesichts des demografischen Wandels nachhaltig gestärkt werden? Eine zentrale Antwort darauf lieferte der „Achte Arbeitsmarktpolitische Impuls“ im Kreis Groß-Gerau: Die konsequente Nutzung weiblicher Erwerbspotenziale ist der Schlüssel zur erfolgreichen Fachkräftesicherung.

Hessens Sozialministerin Heike Hofmann betonte zum Auftakt der Veranstaltung die Dringlichkeit des Themas: „Der steigende Fachkräftebedarf macht deutlich: Wir müssen die Erwerbschancen arbeitsloser Frauen gezielt verbessern. Ihre Potenziale zu nutzen, ist ein zentraler Schlüssel für eine starke und zukunftsfähige hessische Wirtschaft.“

Theoretische Impulse und praktische Lösungen

Der Vormittag stand im Zeichen der Analyse: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellte in einem Impulsvortrag zentrale Erkenntnisse zur aktuellen Lage von Frauen am Arbeitsmarkt vor. Am Nachmittag rückte die Praxis in den Fokus. In vier Workshops stellten Träger innovative „Best-Practice“-Beispiele vor, die zeigen, wie die Integration in den Arbeitsmarkt individuell und nachhaltig gelingen kann.

Ganzheitliche Ansätze und messbare Erfolge

Drei Projekte stachen dabei besonders hervor und verdeutlichten die Bandbreite der Unterstützung:

  • Stitch by Stitch (Stadt Frankfurt am Main): Das Social Business kombiniert handwerkliche Ausbildung im Textilbereich mit sozialer Integration. Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund erhalten hier nicht nur fachliche Anleitung, sondern auch intensive Sprachförderung und Hilfe bei Behördengängen. Ziel ist die langfristige gesellschaftliche Teilhabe.
  • Projekt „LEA“ (Stadt Offenbach): Im Auftrag des Kommunalen Jobcenters der MainArbeit bündelt die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Coaching, Workshops und betriebliche Praxis.
  • fem:start (Kreis Groß-Gerau): Das Frauenzentrum Rüsselsheim setzt gemeinsam mit dem Kommunalen Jobcenter Kreis Groß-Gerau auf maximale Selbstbestimmung. Von der niedrigschwelligen Beratung bis zum Aufstiegscoaching entscheiden die Teilnehmerinnen selbst über die Dauer und Art der Unterstützung – ein Modell, das durch das hessische Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget gefördert wird.

Kommunale Jobcenter als Impulsgeber

Die hessischen Kommunalen Jobcenter machten ihre Rolle als moderne Dienstleister deutlich: Mit regionaler Nähe und datenbasierter Steuerung entwickeln sie passgenaue Lösungen für Unternehmen und Frauen.

Mit der Maßnahme SOPHIA bietet das Kommunale Jobcenter Lahn-Dill Frauen eine echte Chance, neue Perspektiven zu entwickeln und gestärkt in Arbeit, Ausbildung oder Qualifizierung einzusteigen.

Im Mittelpunkt von SOPHIA stehen individuelle Coachings, persönliche Förderpläne und flexible Angebote, die sich an der Lebensrealität der Frauen orientieren – von Kinderbetreuung über Sprachförderung bis hin zu Gesundheit und digitalem Lernen.

„Besonders ist die Verbindung aus persönlicher Begleitung, Gruppenangeboten und digitalen Formaten, sodass auch Frauen mit familiären Verpflichtungen oder gesundheitlichen Einschränkungen aktiv teilnehmen können,“ erklärt Jobcenter Vorstand Sebastian Kleist.

Gleichzeitig stärkt SOPHIA gezielt digitale Kompetenzen, unterstützt bei Bewerbungen und eröffnet über Praktika, Betriebsbesuche und Workshops konkrete Wege in den Arbeitsmarkt. Kreative Angebote, Gesundheitsmodule und der Austausch mit anderen Teilnehmerinnen fördern zusätzlich Selbstvertrauen, Eigenständigkeit und Mut für den nächsten Schritt.

„SOPHIA zeigt Frauen: Du kannst mehr, als du vielleicht selbst gerade glaubst – und wir begleiten dich auf diesem Weg“, so BWHW Regionalleiterin Franziska Richter über die vom BWHW entwickelte Maßnahme. SOPHIA wird gefördert im Rahmen des Förderaufrufs des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration für Projekte im Programm „Impulse der Arbeitsmarktpolitik“.

„Die Kommunalen Jobcenter sind am Puls der Zeit“, so das Resümee der Veranstaltung. Sie verbinden soziale Gerechtigkeit mit wirtschaftlicher Notwendigkeit und ebnen Frauen so den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

„Frauen wollen arbeiten und können mit ihren Potenzialen auf dem Arbeitsmarkt viel bewegen. Lassen Sie uns weiterhin daran arbeiten, gemeinsam mit ihnen den Weg in die Beschäftigung zu ebnen“, schloss Frau Loss, Stich by Stich, die Veranstaltung.

Am Puls der Zeit und für soziale Gerechtigkeit: Die Kommunalen Jobcenter #Stark.Sozial.VorOrt.

Kontakt

Stefanie Rohn
Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 6441 2107-5222
E-Mail: stefanie.rohn@jobcenter-lahn-dill.de

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