Gemeinsam durch die Projektprüfung, AvH-Schule, Rüsselsheim: Lernen einmal anders

Rüsselsheim | Die vergangenen Wochen waren für unsere PUSCH-Klasse etwas ganz Besonderes:

Schülerinnen und Schüler, die nicht still auf ihren Plätzen sitzen, sondern in kleinen Gruppen diskutieren, messen, bauen, ausprobieren - begleitet von der Klassenlehrerin und der PUSCH‑Coachin, die aufmerksam beobachten und bei Bedarf unterstützend zur Seite stehen.

So begann die Vorbereitungsphase der Projektprüfung

In dieser Phase stand das gemeinsame Arbeiten im Mittelpunkt: eigene Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen, sich ausprobieren und Wege finden, wie Lernen für sie selbst am besten funktioniert. Die Klasse wuselte in kleinen Gruppen und nutzte die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie sie recherchieren, gestalten und ihre Themen vertiefen wollte, um am Schluss ihre Präsentation bestmöglich vorzubereiten.

Drei Gruppen bildeten sich: Eine baute eine Formel‑1‑Rennstrecke als Modell, eine andere stellte eigene Körperpeelings her, und die dritte gestaltete ein detailreiches Louvre‑Modell und beschäftigte sich mit Kunstgeschichte und Provenienz.

An die Vorbereitungsphase schloss sich die viertägige Durchführungsphase an

Auch hier blieb der Fokus auf selbstständigem Arbeiten, Teamprozessen und dem Mut, eigene Lösungen zu entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten weiter an ihren Projekten, strukturierten ihre Aufgaben und bereiteten ihre Präsentationen vor - begleitet, aber nicht gesteuert.

Besonders spannend war, dass die Schüler und Schülerinnen alles selbst organisieren mussten. Wer übernimmt welche Aufgabe? Wie teilt man die Arbeit auf? Wie findet man heraus, was wirklich wichtig ist? Ohne Anleitung lernten sie, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und sich innerhalb der Gruppe abzustimmen.

Am Ende präsentierten alle Gruppen ihre Prototypen mit PowerPoint-Unterstützung.
 avh schule

Doch die eigentliche Erfahrung lag bereits im Prozess selbst: im wachsenden Wissen über ihr Thema und im Stolz auf das, was sie selbst geschaffen hatten. Wer sich darauf einließ, spürte schnell, dass Lernen mehr ist als eine Bewertung.

Diese Zeit war mehr als Unterricht. Sie waren eine kleine Vorschau auf das Leben: eigenständig denken, kreativ handeln, Verantwortung übernehmen. Fähigkeiten, die weit über das Klassenzimmer hinausgehen und unsere Schüler und Schülerinnen Schritt für Schritt auf ihre eigene Lebensreise vorbereiten.

PUSCH ist eine Maßnahme des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen und richtet sich an praxisorientierte Schüler/innen, die diesbezüglich optimal gefördert werden können. Durch die Kombination aus theoretischem Unterricht und (mehrwöchigen) Praxiseinheiten, werden schulische Abschlüsse gesichert und berufliche Perspektiven eröffnet.

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