Erfolgreiches PUSCH-Jahr an der IGS Solms

Wetzlar | Auch im Schuljahr 2025/26 konnte das PUSCH-Projekt an der IGS Solms zeigen, wie wirksam individuelle Förderung, praxisnahes Lernen und verlässliche Begleitung Jugendliche auf ihrem Weg in die Zukunft unterstützen können.

Von 11 Schülerinnen und Schülern erreichten 7 den qualifizierenden Hauptschulabschluss, 3 Schülerinnen und Schüler den Hauptschulabschluss. Ein Schüler erhielt ein Abgangszeugnis. Damit konnte der überwiegende Teil der Klasse einen erfolgreichen schulischen Abschluss erzielen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das PUSCH-Projekt jungen Menschen wichtige Chancen eröffnet, ihre schulische Entwicklung zu stabilisieren, persönliche Stärken weiterzuentwickeln und tragfähige Perspektiven für den weiteren Bildungs- und Berufsweg aufzubauen.

Ein zentraler Bestandteil des Projektjahres war die enge Verbindung von schulischer Förderung, Berufsorientierung und praktischen Lernerfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler wurden im Schulalltag individuell begleitet und darin unterstützt, Verantwortung für den eigenen Lern- und Entwicklungsprozess zu übernehmen. Neben fachlichen Inhalten standen dabei auch soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen im Mittelpunkt.

Ein besonderes Beispiel für praxisnahes Lernen war das Abschlussprojekt im Konditorbereich in Kooperation mit der Käthe-Kollwitz-Schule. Die PUSCH-Klasse entwickelte und gestaltete einen aufwendig gearbeiteten Kuchen in Buchform mit einem Klassenfoto aus Esspapier. Von der ersten Planung über die Strukturierung der Arbeitsschritte bis hin zur Herstellung und kreativen Gestaltung setzten die Jugendlichen ein anspruchsvolles Projekt gemeinsam um. Dabei wurden zentrale Kompetenzen sichtbar, die auch in Ausbildung und Beruf von großer Bedeutung sind: sorgfältiges Arbeiten, Kommunikation, Verlässlichkeit, Kreativität und gegenseitige Unterstützung.

Das Projekt machte deutlich, wie Lernen mit Kopf, Herz und Hand gelingen kann. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass handwerkliche Arbeit nicht nur technisches Geschick, sondern auch Planung, Ausdauer und Teamarbeit erfordert. Gleichzeitig konnten sie erleben, dass aus einer gemeinsamen Idee ein konkretes, gelungenes Ergebnis entstehen kann. Diese Erfahrung stärkte Selbstwirksamkeit und berufliche Orientierung gleichermaßen.

Ein weiterer Höhepunkt des Schuljahres war die Klassenfahrt nach Cavallino in Italien vom 8. bis 12. Juni 2026. Die Fahrt bot der Klasse die Möglichkeit, neue kulturelle Eindrücke zu sammeln und als Gruppe weiter zusammenzuwachsen. Bei einer Stadtführung in Venedig erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die besondere Architektur, Geschichte und Atmosphäre der Lagunenstadt. Auf Murano beschäftigten sie sich mit der traditionsreichen Glasbläserei, während Burano mit seinem farbenfrohen Stadtbild Gesprächsanlässe über Kultur, Lebensweise und Gestaltung öffentlicher Räume eröffnete. Auch der Ausflug nach Verona, dem bekannten Handlungsort von Shakespeares „Romeo und Julia“, verband historische und literarische Bezüge mit unmittelbarem Erleben vor Ort.

Neben den kulturellen Programmpunkten stand das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Die Klassenfahrt bot Raum für Gespräche, Begegnungen und Erfahrungen außerhalb des gewohnten Schulalltags. Für viele Schülerinnen und Schüler war die Reise eine wertvolle Gelegenheit, Selbstständigkeit zu erproben, Verantwortung innerhalb der Gruppe zu übernehmen und neue Perspektiven zu gewinnen.

Das Schuljahr 2025/26 zeigt damit exemplarisch, welchen Beitrag PUSCH für Jugendliche am Übergang von Schule und Beruf leisten kann. Durch die Verbindung von individueller Förderung, praktischer Arbeit, Berufsorientierung und sozialem Lernen konnten die Jugendlichen wichtige Schritte in Richtung Zukunft gehen.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen des PUSCH-Jahres beigetragen haben: dem Kollegium der IGS Solms, der Klassenleitung, den Eltern und Erziehungsberechtigten, der Käthe-Kollwitz-Schule sowie allen beteiligten Partnerinnen und Partnern.

Besonderer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern selbst. Sie haben sich auf neue Herausforderungen eingelassen, Verantwortung übernommen und mit ihren Abschlüssen sowie ihrer persönlichen Entwicklung gezeigt, welchen Wert Ausdauer, Unterstützung und gemeinsames Lernen haben.

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