Demokratie erleben, Zukunft entdecken: PUSCH-Klasse unterwegs in Wetzlar und Wiesbaden

Wetzlar | Wie funktioniert Politik eigentlich konkret? Wer entscheidet über Fragen, die unseren Alltag betreffen? Und welche beruflichen Wege führen dorthin?

Diesen Fragen ist die PUSCH-Klasse der August-Bebel-Gesamtschule in den vergangenen Wochen auf besondere Weise nachgegangen – nicht im Klassenzimmer, sondern direkt vor Ort: im Rathaus Wetzlar, im Hessischen Landtag in Wiesbaden und im Leitz-Park bei Leica.

Am 9. März nahm die Klasse an der Rathausrallye des Jugendbildungswerks Wetzlar teil. In Kleingruppen erkundeten die Schüler/-innen das Rathaus, informierten sich über die Aufgaben der Verwaltung und lernten kommunale Entscheidungsprozesse kennen.

Ein besonderes Highlight war das persönliche Gespräch mit Oberbürgermeister Manfred Wagner. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen – etwa zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung oder zum Arbeitsalltag in der Politik. Hier wurde deutlich: Demokratie ist kein abstraktes Konzept, sondern lebt vom Dialog und von Beteiligung.

Am 17. März führte der nächste Unterrichtsgang nach Wiesbaden. Neben einem Einblick in die Stadt – mit Stationen wie Kochbrunnen, Staatstheater und Casino – stand der Besuch im Hessischen Landtag im Mittelpunkt. Die Klasse verfolgte von der Besuchertribüne aus eine Regierungserklärung des Innenministers Roman Poseck zur Sicherheitslage in Hessen. Politik wurde hier unmittelbar erlebbar: Debatten, Positionen und unterschiedliche Perspektiven wurden greifbar. Im anschließenden Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Maximilian Ziegler entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Besonders intensiv debattierten die Schüler/-innen über Themen wie Handyverbote in Schulen und Altersbegrenzungen für Social Media. Die Jugendlichen argumentierten, stellten kritische Fragen und vertraten eigene Positionen – ein zentraler Baustein demokratischer Bildung.

Bereits am 11. März erhielt die Klasse im Leitz-Park Wetzlar spannende Einblicke in die Welt der Fotografie und Technik bei Leica. Während der Führung erfuhren die Schüler/-innen nicht nur mehr über die Geschichte der Leica-Kamera, sondern auch über die vielfältigen Berufe, die hinter der Entwicklung und Produktion stehen – von technischen Ausbildungsberufen bis hin zu kaufmännischen und kreativen Tätigkeiten. Hier wurde Berufsorientierung konkret: Welche Fähigkeiten werden benötigt? Welche Wege führen in diese Berufe? Und welche Perspektiven eröffnen sich?

Die Verbindung von Demokratiebildung und Berufsorientierung stärkt zentrale Kompetenzen der Jugendlichen – von Kommunikationsfähigkeit über Urteilsvermögen bis hin zur eigenständigen Perspektiventwicklung.

Ob im Rathaus, im Landtag oder im Unternehmen: Die PUSCH-Klasse hat erfahren, dass gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Orientierung eng miteinander verbunden sind.

Solche Lernorte eröffnen nicht nur Einblicke – sie schaffen Motivation, Perspektiven und die Grundlage für aktive Mitgestaltung.

Kontakt

Christian Huslik
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T: 06441 5293-113
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