Besuch der PUSCH-Klasse der KSS bei der Banksy-Ausstellung in Hanau

Am 26. März 2026 begaben sich die Schülerinnen und Schüler der PUSCH-Klasse der KSS auf eine inspirierende Entdeckungstour durch die Banksy-Ausstellung in Hanau. Der Ausflug wurde gemeinsam von der Klassenlehrkraft Julia Scheld und der PUSCH-Coachin Katharina Deibel initiiert, geplant und begleitet, wodurch eine nahtlose didaktische und pädagogische Begleitung garantiert wurde.

Vor dem Ausstellungstag spielte das Thema Streetart im Unterricht der ästhetischen Bildung eine zentrale Rolle. Die jungen Künstlerinnen und Künstler setzten sich mit der Frage „Streetart – Kunst oder Schmiererei?“ auseinander und wurden dabei bestärkt, eigenständig kreative Ideen zu entwickeln und sich auszuprobieren.

Bereits im Verlauf des Unterrichts entstanden erste Kunstwerke in Form von Selbstporträts. Die Schülerinnen und Schüler übten sich in der Schablonentechniken, kreierten hierbei eigene Motive und probierten sie aus, wodurch sich eine vielseitige Auseinandersetzung mit dem Medium Streetart entwickelte. „Echte Streetart ist mehr als Strich und Farbe – sie braucht Geduld, Übung und Mut, etwas Sichtbares zu machen, das zum Nachdenken anregt“, bemerkte eine Schülerin während der Arbeit an einem Selbstporträt. Eine andere Schülerin ergänzte: „Man muss sich Zeit nehmen, um das Werk zu durchdenken.“ Es stellte sich heraus, dass wirkliche Streetart gar nicht so einfach ist und jede Menge Übung braucht.

Für die Ausstellung erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Arbeitsauftrag in Form einer Rally, um die Auseinandersetzung mit den Exponaten zu unterstützen. Während der Ausstellung erkundeten die Lernenden eigenständig die Räume – einzeln oder in Kleingruppen. Dabei wurden vielfältige Gespräche über die Werke, deren Botschaften und die Umsetzung geführt. Ein Schüler fasste zusammen: „Wir schauen nicht nur hin, wir suchen nach Hinweisen darauf, warum der Künstler diese Szene so gewählt hat.“ Ein anderer Schüler ergänzte: „Es macht mehr Spaß, wenn man gemeinsam verschiedene Perspektiven zusammenträgt.“ Das Interesse und die Konzentration waren deutlich spürbar: Die Schülerinnen und Schüler gingen mit offenen Augen durch die Ausstellung, ließen sich Zeit, verweilten bei einzelnen Werken und gaben sich den Eindrücken Raum, um diese wirken zu lassen.

Besonders interessant war der Fakt, dass es sich bei den Ausstellungsstücken samt um Repliken handelte. Was gleichzeitig die Frage aufwarf, wo die Originale sind? Auch hierrüber gab es viele Diskussionen und Gesprächsanlässe.

Die Atmosphäre war angenehm, doch gleichzeitig nachdenklich und inhaltlich aufgeladen. Eine Schülerin schilderte: „Die Bilder erklären mir Sachen besser– zum Beispiel erkennt man gut die Auseinandersetzung mit Freiheit und gesellschaftlichen Sichtweisen.“ Eine andere Beobachtung der Gruppe lautete: „Man muss schon Mut haben, auch unbequeme Dinge zu benennen.“ Es zeigte sich eine Seite der Schülerinnen und Schüler, die im regulären Unterricht oft zu kurz kommt: eine tiefe Auseinandersetzung mit Kunst, Bedeutung und eigener Reaktion auf das Gezeigte. Sie blieben länger als geplant, nahmen die Botschaften ernst und reflektierten darüber. Ebenso entstand eine Auseinandersetzung darüber, wie Kunstwerke und deren Botschaften umgesetzt wurden. Auch wurden Vergleiche zu den ersten eigenen Kunstwerken gezogen.

Alle Eindrücke wurden im Anschluss mit in die Schule genommen und wo sie im Unterricht weiter aufgegriffen werden. In den kommenden Wochen, nach den Osterferien, werden sich die Schülerinnen und Schüler weiter mit dem Thema beschäftigen. Weitere Werke der Schüler und Schülerinnen sind für die Unterrichtseinheiten geplant. Ziel ist es, neue Perspektiven und Botschaften sichtbar zu machen. Es bleibt spannend, wie sich die künstlerische Ausdrucksfähigkeit der PUSCH-Klasse weiter entfaltet und welche Botschaften sie in ihre eigenen Werke einfließen lassen werden. Eine Schülerin formulierte dies so: „Vielleicht finden wir in unseren eigenen Bildern plötzlich eine Stimme, die wir vorher noch nicht gekannt haben.“ Ein Mitschüler fügte hinzu: „Ich fände es gut, wenn man in der Stadt sichtbar machen würde, dass Kunst Menschen verbindet.“

Abschließend lässt sich feststellen, dass der Besuch mehr war als eine Museumsführung – er war eine Inspiration, sich kreativ auszudrücken, kritisch zu hinterfragen und gemeinsam über Kunst und deren Implikationen zu reflektieren. Die Erfahrungen aus der Banksy-Ausstellung werden hoffentlich nachhaltig in den Unterricht getragen werden und zukünftige kreative Projekte der Klasse prägen. Frau Scheld und Frau Deibel sind sich einig: „Diese Begegnung hat das Lernen lebendig gemacht – Kunst ist kein abgeschlossenes Produkt, sondern ein lebendiger Dialog. Und wir sind gespannt, wie unsere PUSCH Schüler und Schülerinnen dies in ihren neuen Werken einfließen lassen werden.“

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