Vom Klassenzimmer in die Praxis – PUSCH eröffnet neue Zukunftsperspektiven
Groß-Gerau | Wie fühlt sich ein Arbeitstag in einer Kfz-Werkstatt an? Passt der Beruf im Restaurant wirklich zu den eigenen Vorstellungen? Oder liegen die eigenen Stärken vielleicht doch eher im kreativen Bereich?
Genau diese Fragen können die Schülerinnen und Schüler des PUSCH-Projekts an der Martin-Buber-Schule im zweiten Halbjahr ganz praktisch beantworten – denn in der Praxisphase sammeln sie wertvolle Erfahrungen direkt in Betrieben.
Die Schülerinnen und Schüler absolvieren aktuell Praktika in unterschiedlichen Berufsfeldern, unter anderem im Bereich Heizung und Sanitär, als Kfz-Mechatronikerinnen und Kfz-Mechatroniker, im Restaurant, im Einzelhandel oder in handwerklichen Betrieben. Dabei geht es nicht nur darum, einen Beruf kennenzulernen – sondern vor allem darum, den eigenen Weg zu finden und erste wichtige Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.
Besonders wertvoll an der Praxisphase ist die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und verschiedene berufliche Richtungen kennenzulernen. Viele Schülerinnen und Schüler entdecken während ihres Praktikums zum ersten Mal, welche Tätigkeiten ihnen wirklich Spaß machen – aber auch, welche Bereiche vielleicht doch nicht zu ihnen passen. Genau diese Erfahrungen sind ein wichtiger Schritt für die berufliche Orientierung.
So haben einige Schülerinnen und Schüler beispielsweise ein Praktikum in einer Werkstatt begonnen und im Laufe der Zeit festgestellt, dass sie sich in diesem Berufsfeld nicht wohlfühlen oder ihre Interessen woanders liegen. Andere starteten zunächst in einem Friseursalon und merkten später, dass ihre Stärken und Interessen eher im kreativen und handwerklichen Bereich einer Schneiderei liegen. Durch diese Erfahrungen lernen die Jugendlichen, eigene Entscheidungen zu treffen, neue Wege auszuprobieren und ihre persönlichen Fähigkeiten besser einzuschätzen.
Die Praxisphase gibt den Schülerinnen und Schülern die Chance, den Arbeitsalltag direkt mitzuerleben, Verantwortung zu übernehmen und herauszufinden, welche beruflichen Perspektiven zu ihnen passen könnten. Gleichzeitig stärkt sie das Selbstbewusstsein der Jugendlichen und hilft ihnen dabei, eigene Ziele für ihre Zukunft zu entwickeln.
Das Projekt PUSCH zeigt damit, wie wichtig praktische Erfahrungen für die berufliche Orientierung sind. Statt nur theoretisch über Berufe zu sprechen, erleben die Jugendlichen den Arbeitsalltag direkt vor Ort – mit echten Aufgaben, echten Herausforderungen und echten Zukunftsperspektiven.
Genau dafür steht PUSCH: junge Menschen dabei zu unterstützen, ihren Platz zu finden, neue Chancen zu entdecken und selbstbewusst in ihre berufliche Zukunft zu starten.
PUSCH ist eine Maßnahme des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen an allgemeinbildenden Schulen. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler die in regulären Klassen nicht optimal unterstützt werden können. Durch eine intensive Verzahnung von Praktika und theoretischem Unterricht soll der Erhalt des Hauptschulabschlusses gesichert und eine berufliche Orientierung ermöglicht werden.

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