Projekt PUSCH [Praxis und Schule] an der Theo-Koch-Schule Grünberg im Schuljhr 2024/2025

Das einjährige Bildungsprojekt PUSCH wurde an der Theo-Koch-Schule (TKS) in Grünberg erfolgreich mit einer Klasse durchgeführt. Ziel der Maßnahme ist es, Schülerinnen und Schüler sowohl schulisch als auch beruflich zu fördern und ihnen neue Perspektiven für ihre Zukunft zu eröffnen.

Individuelle Förderung und praxisnahes Lernen

Ein zentrales Merkmal der PUSCH-Klasse ist die intensive pädagogische Betreuung. Dank der begrenzten Gruppengröße von 15 Schülerinnen und Schülern war eine enge Begleitung möglich. An drei Tagen pro Woche fand regulärer Schulunterricht statt. An den beiden anderen Tagen absolvierten die Jugendlichen ein Praktikum in unterschiedlichen Betrieben – eine wertvolle Gelegenheit, um praktische Erfahrungen zu sammeln und eigene Stärken zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler wurden im schulischen Alltag von engagierten Lehrkräften unterrichtet und im betrieblichen Kontext durch einen PUSCH-Coach begleitet. Dieser sorgte für eine individuelle Betreuung und förderte die persönliche und berufliche Entwicklung der Jugendlichen.

Vielfältige Projekte und Gesundheitsförderung

Neben dem schulischen und praktischen Lernen wurden begleitend verschiedene Projektformate angeboten. Besonders hervorzuheben ist das ganztägige Präventionsprojekt „Verrückt? – Na und?!“, das sich mit dem Thema psychische Gesundheit befasste. Die Jugendlichen wurden dazu angeregt, über psychische Erkrankungen zu sprechen, Vorurteile abzubauen und eigene Ressourcen zur Förderung der seelischen Gesundheit zu entdecken. In Kooperation mit Kira Scholz vom VPST-Beratungszentrum Laubach ist geplant, dieses Projekt auch im kommenden Schuljahr erneut anzubieten.

Struktur der Praktika

Im Rahmen der Maßnahme durchliefen die Schülerinnen und Schüler drei Praktikumsphasen in verschiedenen Betrieben, jeweils mittwochs und donnerstags über einen Zeitraum von drei Monaten. So konnten sie unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen und praktische Fähigkeiten erwerben.

Ergebnisse und Perspektiven

Die Ergebnisse sprechen für sich:

  • 3 von 15 Schülerinnen und Schülern haben bereits eine verbindliche Zusage für einen Ausbildungsplatz erhalten und starten ihre Ausbildung am 1. August bzw. 1. September 2025.
  • 13 von 15 Schülerinnen und Schülern haben den Hauptschulabschluss bzw. den qualifizierenden Hauptschulabschluss erfolgreich erreicht.
  • Die beiden übrigen Schüler:innen haben sich an weiterführenden Schulen angemeldet, um den Abschluss nachzuholen.
  • Auch die übrigen Jugendlichen setzen ihre schulische Laufbahn fort – mit dem Ziel, den qualifizierenden Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife (Realschulabschluss) zu erwerben.

Starke Netzwerke und individuelle Unterstützung

Ein bedeutender Erfolgsfaktor war die Einbindung des PUSCH-Coaches Herr Biesgen, der zuvor bereits als Schulsozialarbeiter tätig war und somit über ein breites Netzwerk verfügte. Diese Vernetzung ermöglichte eine schnelle, bedarfsgerechte und passgenaue Unterstützung – unter anderem durch enge Zusammenarbeit mit:

  • dem VPST (Verein für Psychosoziale Therapie)
  • Beratungsstellen
  • Eltern und Erziehungsberechtigten
  • Jugendämtern
  • der Vitos KJP Marburg/Gießen
  • sowie weiteren sozialen und medizinischen Einrichtungen

Darüber hinaus pflegt die TKS eine hervorragende Kooperation mit mittlerweile über 50 regionalen Betrieben, die den Jugendlichen vielfältige Einblicke in die Arbeitswelt boten.


Ausblick auf das Schuljahr 2025/26

Aufgrund des großen Erfolgs wird das PUSCH-Projekt auch im kommenden Schuljahr fortgeführt – und ausgeweitet: Statt einer Klasse nehmen nun zwei Klassen mit insgesamt 22 Schüler:innen teil. Ziel bleibt es, individuelle Potenziale zu entdecken, berufliche Orientierung zu ermöglichen und die Jugendlichen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu begleiten.

PUSCH an der TKS – ein starkes Sprungbrett für junge Menschen!

Projektfoto PUSCH Verrueckt2

Projektfoto Verrückt – na und?

Förderung

Die Förderung wird vom Land Hessen getragen und vom Europäischen Sozialfonds [ESF] unterstützt.

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