Inklusion beim Übergang in die Berufswelt

Menschen mit Behinderungen haben, auf Grundlage des Artikels 27 der UN-BRK, das gleiche Recht auf Arbeit und die damit verbundene Chance, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Freiheit der Wahl von Beruf und Arbeitsstätte gilt auch für behinderte Menschen.

Seit 2008 bietet die heilpädagogische Christophorus-Schule in Mühltal deshalb in Kooperation mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. ein Programm zur beruflichen Orientierung in der Oberstufe an. Inzwischen gibt es weitere Angebote für Förderschulen, z. B. der Mühltalschule, eine Förderschule mit Schwerpunkt Lernen in Darmstadt-Eberstadt.

Ein solches Engagement bleibt natürlich nicht unentdeckt: Inzwischen gibt es weitere Projekte und im Rahmen des Landesprogramms „Initiative Inklusion“ konkrete Planungen mit weiteren Förderschulen aus der Stadt Darmstadt solche berufsorientierte Projekte mit dem BWHW umzusetzen.

Ziele

Ziel ist es, den Schülern einen Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen und damit wichtige Voraussetzungen in ein möglichst selbstständiges Leben und Arbeiten zu schaffen. Diese Absicht wurde bereits dadurch deutlich verbessert, dass nahezu alle Schüler der letzten drei Abgangsklassen mindestens ein Praktikum in einem Betrieb oder in einer öffentlichen Institution absolviert haben - zum Teil waren es bis zu drei Praktika je Schüler.

Inhalte & Leistungen

Das BWHW als starker Kooperationspartner von Förderschulen bietet den Schülern:

  • eine große Bandbreite an beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten,
  • Unterstützung in der beruflichen Eingliederung durch die Organisation von betrieblichen Eingliederungshilfen wie Unterstützte Beschäftigung [UB], Berufsbildungsbereich in Kooperation mit Betrieben und Werkstätten für Menschen mit Behinderung [BBB], Berufsvorbereitender Lehrgang für Rehabilitanden [BvB-Reha].

Genannte Eingliederungshilfen sind alle möglich in Form eines persönlichen Budgets und dann in einer langfristig möglichen Folgebegleitung als regionaler Integrationsfachdienst [IFD] für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Auch die Eltern werden intensiv in die Berufswegeplanung einbezogen. Diese besteht aus folgenden Elementen:

  • berufsorientierende Förderplanung [mit Tests] für jeden einzelnen Schüler,
    sozialpädagogische und berufsorientierte Beratung für die Eltern,
  • arbeitsweltbezogener Unterricht,
  • Vorbereitung und Begleitung bei der Durchführung und Nachbereitung betrieblicher Praktika,
  • Übergangsbegleitung [z.B. in die berufliche Einarbeitung, die überbetriebliche Ausbildung oder in einen Arbeitsplatz in einer Werkstatt].

Wichtig für die Lehrkräfte der Christophorus-Schule [Lehrplan auf Grundlage der Waldorfpädagogik] ist, dass die Schüler der Oberstufe durch die bestehende Kooperation mit dem BWHW zwischen verschiedenen Möglichkeiten einer beruflichen Qualifizierung wählen können:

  • einer betrieblichen Qualifikation,
  • einer sozialpädagogisch-begleiteten Ausbildung,
  • einer Qualifizierung, die als Berufsbildungsbereich in einer Werkstatt für behinderte Menschen stattfinden kann und nun gleichgestellt als Ausbildungsphase in einem Betrieb im ersten Arbeitsmarkt stattfindet oder
  • einer Ausbildung in einem Berufsförderungswerk mit Unterbringung im Internat.

 

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Rheinstraße 94-96
64295 Darmstadt
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