Infoveranstaltung "KomPo7 verankern"
Bad Nauheim | Wie wird das Verfahren KomPo7 im schulischen Alltag umgesetzt? Welche Erfahrungen haben Lehrkräfte bisher mit dem Verfahren gemacht? Welche Möglichkeiten bietet KomPo7 für die anschließende Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch einen Berufseinstiegsbegleiter? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Informationsveranstaltung des bwhw und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit am 22. August 2011 im Bildungshaus Bad Nauheim.
Eingeladen waren neben den regionalen Verantwortlichen der Landesstrategie „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen“ [OloV] die an hessischen Schulen eingesetzten Berufseinstiegsbegleiterinnen und Berufseinstiegsbegleiter.
Nach einer kurzen thematischen Einführung stellte Frau Weidt-Klaes von der Regionaldirektion die dem Projektvorhaben "KomPo7 verankern" zugrunde liegenden strategischen Überlegungen vor. Die engmaschige Verknüpfung der Bundesprogramme „Berufseinstiegsbegleitung-Bildungsketten“ und „Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten" mit einer landesweiten Strategie sei in dieser Form bundesweit einzigartig und erlaube es, in der Berufsorientierung hessenweit einheitliche Standards zu etablieren.
Eine Kurzdarstellung des Verfahrens KomPo7 sowie der die Kompetenzfeststellung begleitenden Aktivitäten, wie etwa die Einführung des Berufswahlpasses an allen hessischen Schulen mit den Bildungsgängen Haupt- und Realschule, leitete daraufhin die Praxisberichte ein.
So ließ Herr Schneider von der Comenius-Schule in Herborn die Anwesenden an den bisherigen Erfahrungen seiner Schule mit KomPo7 teilhaben. Die Schule wird das Verfahren im aktuellen Schuljahr zum dritten Mal durchführen – erstmals in Jahrgangsbreite mit knapp 100 Schülerinnen und Schülern. KomPo7 sei zwar hinsichtlich der benötigten personellen Ressourcen eine Herausforderung für seine Schule, man habe aber bereits in der Erstdurchführung den Mehrwert des Verfahrens erkannt. Mittlerweile habe das Verfahren eine große Bedeutung für das Berufsorientierungskonzept der Comenius-Schule.
Frau Stein, Berufseinstiegsbegleiterin an der Geschwister-Scholl-Schule in Alsfeld, berichtete, wie sie in ihrer Arbeit von den Ergebnissen des Verfahrens KomPo7 profitiert. Vor allem die verschriftlichten Kompetenzprofile seien für die individuelle Förderung und Betreuung der am Programm beteiligten Schülerinnen und Schüler von Bedeutung, da sie wichtige Hinweise zu den Interessen und Potenzialen der Jugendlichen enthielten.
In einer anschließenden Diskussionsrunde wurden insbesondere Möglichkeiten eines personellen Austauschs von in KomPo7 geschulten Lehrkräften zum Zwecke der Durchführung des Verfahrens erörtert. An einzelnen Schulen liegen diesbezüglich bereits gute Erfahrungen vor.
Die Veranstaltung wird am 24. Oktober 2011 erneut angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie über die KomPo-Hotline unter 06151 2710-15.
Das Projektvorhaben "KomPo7 verankern" verfügt über eine eigene Internetpräsenz. Unter www.kompo7.de finden Sie ausführliche Informationen zum Kompetenzfeststellungsverfahren KomPo7 und zu dessen praktischer Umsetzung an hessischen Schulen.
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