Zweite Informationsveranstaltung zu "KomPo7 verankern"
Bad Nauheim | Am 24.10.2011 führte das bwhw eine zweite hessenweite Informationsveranstaltung zum Projektvorhaben „KomPo7 verankern“ durch. Neben zahlreichen regionalen Funktionsträgern der Landesstrategie „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen“ [OloV] waren mehrere an hessischen Schulen eingesetzte Berufseinstiegsbegleiter/ -innen anwesend.
Wie kann KomPo7 im schulischen Alltag umgesetzt werden? Welchen Nutzen bringt das Verfahren für die anschließende Betreuung und Förderung der Schüler/-innen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung und wurden im Rahmen von Praxisberichten aufgegriffen.
Die Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt wird das Verfahren im laufenden Schuljahr bereits zum dritten Mal mit den Schülerinnen und Schülern im Bildungsgang Realschule durchführen. Die für das zweite Schulhalbjahr geplante Kompetenzfeststellung wird erstmals in Jahrgangsbreite stattfinden. Im Rahmen einer vom bwhw angebotenen Inhouse-Schulung wurden die beteiligten Lehrkräfte intensiv auf die Durchführung und die Erstellung der „Kompetenzprofile“ vorbereitet. Die Umsetzung der Kompetenzfeststellung werfe den schulischen Regelalltag zwar durcheinander, es ließen sich aber dennoch günstige Zeiträume für KomPo7 finden, in denen auch das für die Beobachtung notwendige Personal freigestellt werden könne [Praktikumsphasen, Klassenfahrten etc.] – so die Lehrkräfte Frau Czerwik und Frau Ihrig in Ihrem Erfahrungsbericht. Der Mehrwert von KomPo7 liege darin, dass die Schülerinnen und Schüler immer wieder an die Kompetenzfeststellung und ihre persönlichen Stärken anknüpfen könnten. Dies fördere die Berufsorientierung, habe aber auch positive Auswirkungen auf den „normalen“ Unterricht. Weiterhin seien durch KomPo7 die Eltern stärker in den schulischen Berufsorientierungsprozess eingebunden, was von allen Beteiligten als sehr positiv wahrgenommen werde. Die bisherigen Erfahrungen mit der Kompetenzfeststellung haben die Albrecht-Dürer-Schule veranlasst, KomPo7 als festen Bestandteil in das schulische Curriculum zur beruflichen Orientierung aufzunehmen.
Herr Drevniok, Berufseinstiegsbegleiter der Anne-Frank-Schule in Eschwege, erläuterte, wie er die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung in seine Arbeit mit den Jugendlichen einfließen lässt. Die Selbst- und Fremdeinschätzung sowie das Kompetenzprofil seien ihm eine große Hilfe, um die Schülerinnen und Schüler passgenau auf dem Weg in den Beruf begleiten zu können. Die Fremdeinschätzung sensibilisiere die Jugendlichen zudem dafür, dass sie auch außerhalb der Schule beurteilt würden. So lernten sie mit unterschiedlichen Rückmeldungen umzugehen. Darüber hinaus sei die Kenntnis der eigenen Stärken für die Berufsorientierung von besonderer Bedeutung.
In der sich anschließenden Diskussionsrunde wurden insbesondere Möglichkeiten der Organisation und Durchführung von KomPo7 im Schulalltag erörtert sowie Faktoren diskutiert, die die praktische Umsetzung des Verfahrens erschweren.
Das Projektvorhaben "KomPo7 verankern" verfügt über eine eigene Internetpräsenz. Unter www.kompo7.de finden Sie ausführliche Informationen zum Kompetenzfeststellungsverfahren KomPo7 und zu dessen praktischer Umsetzung an hessischen Schulen.
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