Berufswahlpass als Orientierung für Jugendliche und Betriebe
Der Berufswahlpass ist eine Lern- und Arbeitshilfe zur Berufsorientierung für Schüler und Schülerinnen ab der siebten Klasse. Er wird in zwölf Bundesländern als praktische Unterstützung im häufig schwierigen Entscheidungsprozess bei der Suche nach dem „richtigen“ Ausbildungsplatz genutzt.
Die Partner des Hessischen Ausbildungspaktes haben sich mit der landesweiten Strategie OloV –„Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen“ zum Ziel gesetzt, junge Menschen optimal auf das Berufsleben vorzubereiten und in Ausbildung zu vermitteln. Bestandteil dieser Strategie ist der Einsatz des Berufswahlpasses an hessischen Schulen ab dem Schuljahr 2009/2010.
Vom Einsatz des Berufswahlpasses profitieren auch die Ausbildungsbetriebe. Die Bewerber und Bewerberinnen sind zukünftig durch die Arbeit mit dem Berufswahlpass besser auf das Arbeitsleben vorbereitet. Sie schätzen ihr Leistungsvermögen realistischer ein und können ihre praktischen Erfahrungen und Kompetenzen dem Ausbilder gegenüber belegen. Die vorhandenen Informationen und Zertifikate erlauben eine zutreffende Bewertung der Bewerber. Ausbildungsplätze können so zielsicher besetzt und Ausbildungsabbrüche vermieden werden.
Der Einsatz des Berufswahlpasses dient dem jeweiligen Unternehmen zudem als aktive Öffentlichkeitsarbeit.
Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz des Berufswahlpasses ist die Mitarbeit der Unternehmen in der Berufsorientierung von Schülern und Schülerinnen. Dringend benötigt werden Ausbildungsbetriebe, die Praktikumsplätze zur Verfügung stellen, Betriebserkundungen durchführen und sich an Ausbildungsmessen und Bewerbertrainings beteiligen. Gefragt sind auch Unternehmen, die in den Schulen die Berufsbilder im Fachunterunterricht vorstellen.